Speiseplan Mensa

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Mo., 21.10.19

1. Schultag nach den Herbstferien

21.10.-2.11.19

Betriebspraktikum Jahrgang 9

Unsere Hilfe für Nicaragua

 

 

Unsere Schule arbeitet zusammen mit dem FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA.

Wir unterstützen den Freundeskreis z.B. mit Einnahmen aus unserem jährlichen Sponsorenlauf.

 

 

Wir veröffentlichen an dieser Stelle Neuigkeiten und Briefe des Freundeskreises.

Aktuelles aus Nicaragua

Freitag, 6. September 2019

 

Luz Marina ist die Direktorin unserer Schule in Granada, die wir ja schon mit etlichen Freunden aus Deutschland besucht haben. Etwa ein halbes Jahr haben die Schulmaterial-Vorräte gereicht, nun muss für die letzten Monate des Jahres neu gekauft werden. Gleich am Montag werden wir das Geld überweisen. Nach anfangs nur 18 Schülern im Januar (bedingt durch die Unruhen mit den vielen Toten) kommen nun seit Monaten regelmäßig wieder 50 Kinder, wir hoffen dies 2020 weiter steigern zu können.

 

Anbei 3 aktuelle Fotos.

 

Lieben Gruß

 

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA

Bernd Marisabel Nora Peter

5.8.2019

Guten Morgen, 

 

wir freuen uns, dass am 1. August 27 neue Schüler den Unterricht in unserer Schule auf Ometepe in Nicaragua beginnen konnten.

Alle wurden im Beisein der Eltern und Großeltern mit Büchern, Heften und Stiften ausgestattet.

 

Wir haben dort nun 2 fest angestellte Lehrer und mit Carlos einen neuen Schulleiter. All das ist nur möglich durch die Einnahmen der Laufaktivitäten und wir möchten uns dafür einmal mehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken.

[...]

 

Beste Grüße

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA

Aktuelles zum Jahresende 2018

 

Hamburg, im November 2018

 

Guten Morgen,

 

kein Jahresrückblick kann ohne die Ereignisse ab April sein. Daher schreiben wir ausführlicher als sonst üblich. Noch im März kamen Freunde ohne Vorahnung von einer normalen Urlaubsreise aus Nicaragua zurück. Die Nicas waren zwar zum Teil unzufrieden, aber nichts Drastisches deutete sich an. Am 7. April hatten wir vom Freundeskreis unser Halbjahrestreffen mit allgemeinen Themen ohne Besonderheiten. Am 8.4. erschien Kein Interview mit Sergio Ramirez. Er beklagte die hohen Arbeitslosenzahlen und das 40% aller Nicas von nur 2 USD am Tag leben müssen. Sein Vorwurf: die Regierung gibt Umsummen aus für 'Stahlbäume des Lebens', tut aber nichts für die Erziehung der Kinder. 

Dann gab es 2 Ereignisse: Am 12.4. brannten 4.000 HA in Naturschutzgebiet "Indio Maiz" und die Sandinistenjugend verhinderte, dass die Feuerwehr löschen konnte. Auch von Costa Rica angebotene Hilfe wurde abgelehnt. Hinterher stellte sich heraus, dass Präsident Ortega das Gebiet hinterher als "Bauland" verkaufen wollte. Bald darauf sollten die Renten reformiert und gekürzt werden. Das brachte das Fass zum Überlaufen.

 

Ab 16.4. gab es kleinere Proteste auf den Straßen Managuas, dann folgten Masaya und Granada, schließlich das ganze Land. Schnell waren es bereits am 20.4. mehr als 100.000 friedliche Demonstranten. Rosario Murillo ließ verkünden: "Der Staat wird sich wehren !" Kurz darauf gab es die ersten Toten, alle mit Kopfschuss hingerichtet. Die Sozialreform wurde zurück genommen, aber die Proteste gingen weiter mit dem Ziel, die Ortegas abzusetzen und Neuwahlen zu erreichen. Schlecht für Ortega: Das Volk hatte die Angst vor Polizei und den Mächtigen verloren. Ortega nannte die Demonstrierenden 'Terroristen', seine Frau 'blutsaugende Vampire'. Ein Treffen der Regierung mit diversen Vertretern des Volkes unter Leitung der katholischen Kirche ging ohne Ergebnis zu Ende. Nun will Ortega keine weiteren Gespräche, er spielt auf Zeit. Die gilt Kirche als Feind. Bischöfe erhalten Morddrohungen, Pfarrer wurden verprügelt, Kirchen beschossen, beschädigt und ausgeraubt. 

 

Ärzte, die verwundeten Demonstranten halfen, wurden zu Dutzenden entlassen. Wir lernten Dr. Alejandro Lagos kennen. Er behandelte jeden heimlich bei sich zu Hause. Wir kauften ihm Medikamente, Verbandsmaterial und Lebensmittel, damit er ordentlich arbeiten konnte. Irgendwann wurde er leider verpfiffen und musste das Land bei Nacht und Nebel verlassen.  Im Mai trafen wir anlässlich einer Veranstaltung  Msgr. B. Hombach ( wir unterstützen weiterhin seinen Häuserbau für arme, kinderreiche Familien unter dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe ) in Freudenberg. Er war routinemäßig in Deutschland, um sich untersuchen zu lassen. Er berichtete von seinen persönlichen Eindrücken. Am Schlimmsten fand er den Fall einer Familie, die in einem zweistöckigen Haus wohnte. Paramilitäre wollten in sein Haus, um von oben besser auf Demonstranten schießen zu können. Der Vater wollte das verhindern. Daraufhin wurde das Haus angesteckt, die gesamte Familie verbrannte, nur die 16jährige Tochter überlebte schwer verletzt, weil sie vom 2. Stock nach unten sprang. Die brennenden Leichen dieser Familie auf der Straße - das sind Bilder, die nicht so schnell vergessen werden können. 

 

Polizei (wer sich weigerte, auf Demonstranten zu schießen, sitzt selber im Gefängnis) und Paramilitares sind nicht nur Nicas. Es wurden auch Leute aus Venezuela und Cuba geholt, die für 60 USD + Spesen im Monat töten. Auch einige Ärzte mischen fleißig mit, so wurde der Totenschein für ein 7 Monate altes erschossenes Baby auf 'Selbstmord' ausgestellt. Ortega will die Macht unbedingt behalten ( "Ich werde alles mit Feuer und Schwert verteidigen!" ), Nicaragua versinkt im Chaos. Da Touristen komplett ausbleiben, gingen bereits 10tausende Arbeitsplätze verloren, die Wirtschaft ist am Ende. Viele Betriebe und Restaurants machten zu, nur wenige öffnen noch ihre Bars Freitag und Samstag, damit Nicas sich betrinken können. Ausländer verkaufen unter großen Verlusten ihre Grundstücke und Häuser, verlassen das Land. Nun hat Ortega jedem, der jetzt noch demonstriert, hohe Gefängnisstrafen angedroht ( dafür wurde sogar den Notstand ausgerufen ). Andere, wie sogar der Musiker Carlos Mejia Godoy, wurden derart bedroht, dass sie aus Nicaragua fliehen mussten. Ein Beispiel: Die 9 Studenten, die sich nach einer Demonstration in die Kirche Divina Misericordia geflüchtet hatten, wurden angeklagt uns sollen für 21 Jahre ins Gefängnis !

 

Stand 22.10.: 528 Tote, 4.100 Verletzte, davon 105 mit schweren bleibenden Schäden, 1.600 Verschleppte ( nur 123 sind davon wieder da ). Bis September wurden 417.000 Nicas arbeitslos. Minimum 200 Nicas verlassen weiterhin jeden Tag das Land. 

 

Wie kann da die Zukunft aussehen ? Wir wissen es nicht. Aber ohne Touristen, ohne Bildung, mit der Elite außer Landes wird Nicaragua Jahrzehnte brauchen, um wieder das Niveau von Anfang 2018 zu erreichen. Die Zukunft Nicaraguas ist nach Expertenmeinung aufgrund fehlender Rechtsstaatlichkeit und fehlender Demokratie unsicher. Noch eine Anmerkung: es ist erschreckend, wie wenig die deutsche Druckpresse über die Ereignisse berichtet. So müsste doch zum Beispiel das "Hamburger Abendblatt" voll sein im Hinblick auf die Partnerstadt Leon. Aber nur durch massiver Druck von B.W. Freytag sah die Zeitung sich 'gezwungen', von den Ereignissen zu berichten. 

 

Nun aber zu uns: Die traurige Nachricht ist, dass unser langjähriger Mitstreiter, Finanzminister und Ideengeber Bernhard Beisker am 1.Mai verstorben ist. Er hat viel für unseren Freundeskreis getan und er wird vermisst.

Am 1. Oktober ist M. Fiedler-Freytag, die 2017 eigentlich 'für gut' nach Nicaragua ausgewandert ist, nach Hamburg zurück gekehrt - in diesem Nicaragua konnte sie nicht leben. 

 

Unsere Schule auf Ometepe: die Insel war immer eine Oase des Friedens, 'das Nicaragua von vor 30 Jahren'. Das hat sich geändert, als es zu Demonstrationen und Gewaltätigkeiten kam. Eine Woche später setzten sich alle Beteiligten zusammen, schließlich kennt man sich auf der kleinen Insel und es wurde ein Abkommen getroffen, das Ruhe brachte. Das war für Präsident Ortega aber nicht gut genug: er schickte Polizei und Paramilitäre vom Festland, um Leute, die an Demonstrationen auf Ometepe teilgenommen hatten, zu verhaften. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten und Schüssen mit Verletzten. Noch heute kreisen Hubschrauber über die Insel, Drohnen und Spürhundesuchen nach Menschen, die auf der Flucht sind. Die Strassen sind oft wie leergefegt. Unter diesen Umständen schickt niemand sein Kind in die Schule. So ist auch unsere Schule geschlossen und wir können nur hoffen, dass sie zum neuen Schuljahr am 1.2.2019 wieder geöffnet werden kann. Wir werden uns dazu Hilfe von anderen Organisationen holen.

 

Unsere Schule in Granada: Die Schule war immer nur kurz geschlossen, arbeitet aber im Moment 'normal', es kommen jedoch nur 18 Kinder regelmäßig zum Unterricht, andere kommen sporadisch. Dazu kommen allerdings Kinder nachmittags, die morgens auf eine staatliche Schule gehen, zur Nachhilfe. Wir hatten im August Geld geschickt, um die Schule überall dick mit Stacheldraht zu sichern, sie wurde dennoch wie so manches Geschäft oder Hotel geplündert. So sind zum Beispiel alle Nähmaschinen weg - der Nähunterricht war ein Riesenerfolg, denn alle Schulabgänger hatten Anfang des Jahres so gleich Arbeit gefunden. Heute sind viele Eltern arbeitslos, die Kinder bekommen maximal ein Mal am Tag etwas zu essen. Wir haben deshalb Geld geschickt, damit u.a. Schulbücher, Hefte und Stifte neu gekauft werden können. Wir haben ganz liebe Lehrer, die zum Teil ohne Gehalt weiter gearbeitet hatten, aber durch die Umstände keine Freiwilligen aus Deutschland oder Österreich, die ihr soziales Jahr an der Schule verbringen könnten. In Granada helfen wir auch weiterhin Sor Ligia, die das Mädchenheim bislang gut schützen konnte.

 

Konkrete Pläne für 2019 können wir unter diesen Umständen (noch) nicht machen. Sicherlich wollen wir möglichst viele Kinder im Januar für das Schuljahr 2019 komplett ausrüsten. Wir sind also fest entschlossen, weiter zu wirken. Alles Weitere bleibt abzuwarten.

 

Um das ganze mit einem positiven Touch abzuschließen: Ein Tourist aus Kalifornien/ USA war im Februar in Nicaragua unterwegs. Er traf einen Mann, der 3 Tage nichts gegessen hatte. Der Amerikaner bot ihm sein Sandwich an, das er aus seinem Hotel bei sich hatte. Der Nica danke sehr und sagte: "Wir können uns das Essen teilen." Auch das ist Nicaragua.  

 

PS: Beinahe wäre bei all diesem Trubel untergegangen, dass wir in diesem Monat unser 20jähriges Bestehen haben ( ' Bestehen feiern' wäre unter diesen Umständen wohl nicht angebracht ). Im November 1998 hatten wir nach dem Unwetter MITCH mit unserer Arbeit begonnen und bald die ersten von insgesamt 55 Containern geschickt. Praktisch von Anfang an ( und bis heute ) wurden wir dabei von der Friedrich-Junge-Schule in großartiger Weise unterstützt. Wir würden uns wünschen, besseren Zeiten entgegen zu sehen...

 

Ganz liebe Grüße/ Un abrazo fuerte

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA

20 Jahre tätig für Kinder, Jugendliche und Bedürftige in Nicaragua  

Peter und Nora Albrecht, Bernd W. Freytag, Marisabel Fiedler-Freytag 

Aktuelles zum Jahresende 2017

 

Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und wir können recht zufrieden zurück blicken:

 

Unsere Schule auf der Insel Ometepe läuft gut, 100 Kinder werden von Montag bis Freitag unterrichtet. Der stark verbesserte Sportplatz ist fertig, die Sicherheitsmauer um das Schulgelände ist komplett und der Gemüse-Obstgarten brachte die ersten Ernten.

 

Unsere Schule in den Slums von Granada / Nicaragua ist nun schon ein paar Jahre unser Schmuckstück, das 'nur' unterhalten werden muss ( kleine Instandsetzungs - Arbeiten, Schutzanstrich ). Die Leiterin der 80 Kinder, Frau Luz Marina, ist die gute Fee der Schule. Und sie arbeitet am Wochenende noch freiwillig für das Mädchenheim von Sor Ligia, das wir ebenfalls seit Jahren finanziell unterstützen.

 

Generell ist zu sagen, dass die Spendenbereitschaft nach 19 Jahren unserer Tätigkeit nachgelassen hat. Viele geben ihr Geld lieber für die Flüchtlinge in Deutschland aus, was ja ebenfalls sehr ehrenhaft ist. Dieser Trend gilt auch für all die anderen deutschen Vereine und Organisationen, die in Nicaragua tätig sind. Um so schöner ist es, dass die Friedrich-Junge-Schule unverändert aktiv ist, um so vielen Kindern den Schulbesuch ermöglichen zu können. Von vielen Treffen vor Ort wissen wir, wie sehr die Kinder und deren Familien das zu schätzen wissen. Wir können der Schule und allen Beteiligten nicht genug danken.

 

Was sind unsere Pläne für 2018 ? Der große „Stolperstein“ des Jahres liegt immer im Januar: Wir müssen zum Schulbeginn ( in Nicaragua 1. Februar ) Bücher, Hefte, Stifte, Schuluniformen etc kaufen, bei 180 Schülern und Kosten von nun etwa 100 USD pro Kind ein gewaltiger Brocken, der für uns alleine gar nicht zu bewältigen wäre. Seit Jahren bekommen wir dafür zweckgebunden Hilfe von großartigen Menschen in den USA und Canada. Leider beendet der bislang größte Geldgeber seine Tätigkeiten zum Jahresende 2017. Da benötigen wir also Extrahilfe.

 

Von der erwähnten Projekten abgesehen, unterstützen wir auch immer bei aktuellen, akuten Notfällen wie in diesem Jahr nach den verheerenden Regenfällen und Tropensturm „Nate“. Im Laufe des neuen Jahres wollen wir uns, wenn es geht und sinnvoll ist, eine neue, zusätzliche Aufgabe suchen, am Besten mit Hilfe von Erzbischof Bernhard Hombach, dessen Bauprojekt weiter läuft. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ baut er erdbebensichere Häuser für arme, kinderreiche Familien, wobei wir ihn seit Jahren bestmöglich unterstützen.

 

2018 wird ein besonderes Jahr, da wir unser 20jähjriges Jubiläum feiern können. Wir werden bereits im Frühjahr damit beginnen, eine Art Festschrift zu erstellen.

 

Aber egal, was passiert: wir wollen Kindern die Chance auf Bildung geben, denn nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat überhaupt die Möglichkeit, der Armut in Nicaragua zu entkommen. Sicherlich sind 2 von uns gebaute Schulen nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein, aber auch andere Organisationen bauen Schulen, da sich zu viele Eltern die Kosten für die staatlichen Schulen einfach nicht leisten können.

 

Unser genereller aufrichtiger Dank gilt allen Spendern, die wissen, dass ihr Geld wirklich ankommt, und allen, die uns immer wieder Mut zusprechen und uns motivieren.

 

Herzlichst

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA

Peter und Nora Albrecht, Bernhard Beisker, Bernd W. Freytag, Marisabel Fiedler - Freytag

Aktuelles aus Ometepe - 6.6.2017

 

Die routinemäßigen Arbeiten ( gründlicher Frühjahrsputz, Schutzanstrich usw ) sind schon fast abgeschlossen, das noch Fehlende soll bis zum 9.6. erledigt werden.

 

Was den Nutzgarten anbelangt, so können wir nun abschließend sagen, dass fast alle Samen aus Deutschland nicht aufgegangen sind. Wir haben deshalb Saatgut und Setzlinge ( Zwiebeln, Tomaten, Paprika etc ) lokal kaufen müssen. Am Besten hatten sich die Papayas entwickelt, ein sehr beliebter Pausensnack.

Die 25 Zitronen- und Orangenbäume wachsen sehr schnell, sind wichtig für die Kinder wegen des Vitamins C. - Nachdem der Versuch auch Wassermelonen anzubauen mißlang, gingen wir auf Mais über, Basis für die täglichen Totillas. Die ersten Resultate sind ermutigend.

Eigentlich tragisch, aber fast schon lustig: Jemand hatte abends vergessen, das Schultor richtig zu schliessen: Pferde haben nachts die gesamte Yucca - Ernte gefressen.

 

Seit dem wir die Waschbecken gebaut hatten, benutzten sie die Kinder immer und sind nun weniger krank.

 

Die Mauer um die Schulgebäude herum steht, muss aber noch im Herbst verputzt und gestrichen werden, wenn wir das Geld dafür generieren können.

 

Was uns Sorgen bereitet: die Gehälter für Lehrer sind sprunghaft angestiegen !! Es herscht leider akuter Mangel an guten Pädagogen.

 

 

Und wir möchten mit einem positiven Ausblick abschließen: Wir planen, dass die Schüler nach ihrem Schulabschluss eine Art Praktikum oder sogar Lehre an unserer Schule machen können. Wir püfen zur Zeit mit den Behörden, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssten. Die Berufe ( Buchhalter, Büroverwaltung, Tourismusexperte ) haben wir nach Bedarf ermittelt ( damit jeder gleich eine feste Arbeit finden kann ) bzw. Ausbildungen gewählt, die keine allzu hohen Kosten verursachen.

Das ist also unser Ziel für 2018.

 

Danke für die so erfolgreiche Kooperation!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA Peter Albrecht

Pflanzaktion auf Ometepe

 

Marisabel Fiedler-Freytag bei der Arbeit in unserer Schule auf der Insel Ometepe. Als Fachfrau mit jahrelanger Pflanzgartenerfahrung konnte sie vor Ort Kenntnisse an Lehrer, Eltern und Schüler weiter geben. Das Geld ist gut angelegt (Nachhaltigkeit), die Kinder freuen sich schon jetzt auf die nächste Ernte und gutes gesundes Mittagessen.

Die gemeinsame Geschichte des Freundeskreises und der FJS

 

Im Dezember 1998 fegte das Unwetter MITCH über Nicaragua, tötete hunderte Menschen, machte zehntausende obdachlos, Ernten waren vernichtet, das Land stand vor dem Nichts. So fingen wir, die wir in Nicaragua gewirkt hatten, an, Kleidung, Decken, Zelte, Lebensmittel und Saatgut zu sammeln und in Containern zu verschicken, wo alles wie vorher abgesprochen über die Deutsche Schule Managua verteilt wurde. Die Friedrich-Junge-Schule war dank der großzügigen Unterstützung der Schulleitung von Anfang an mit Sammelaktionen dabei, füllte unermüdlich mit Herrn Freytag ganze Container. Dazu kamen Aktionen der Eltern, die Spielzeug, Collegehefte und über 100 Fußbälle spendeten.

 

Später schickten wir nur noch hochwertige Güter, statteten u.a. ein neues Krankenhaus komplett aus mit Spezialbetten, Röntgengerät, Zahnarztpraxis, Rollstühlen (auch hier halfen Schüler weiter beim Beladen der Container) u.s.w.

 

Nun konnten wir uns auf unser neues Ziel konzentrieren: Kindern und Jugendlichen zu helfen, was nur mit guter Bildung geht, der einzigen Chance, der Armut zu entgehen. Die Friedrich-Junge-Schule sammelte dafür weit über 1.000 Schulranzen, die gefüllt mit Zahnpasta, Seife, Heften, Stiften, aber auch Spielzeug randvoll gefüllt wurden. Nach 55 Containern war aus verschiedenen Gründen Schluss mit solchen Transporten.

 

Wir trafen gemeinsam den Entschluss, weiter zu machen, jetzt durch finanzielle Hilfe. Wir bauten eine Schule im Armenviertel von Granada/Nicaragua für 125 Kinder und Jugendliche. (Staatliche Schulen sind zwar 'umsonst', aber die Eltern müssen Schuluniformen, Bücher etc. selbst bezahlen, was pro Jahr und Kind fast 200 USD ausmacht, verglichen mit dem durchschnittlichen Monatsverdienst von knapp 50 USD). Auf der Insel Ometepe in Managua See errichteten wir eine zweite Schule, diesmal für 206 Schüler (die nächste staatliche Schule ist über 10 km entfernt), die alle vorher nicht zur Schule gehen konnten.  Ein Gemüsegarten wurde angelegt und gerade von Frau Fiedler-Freytag persönlich neu bepflanzt, ein Sportplatz ist fertig, das letzte Gebäude im Bau.

 

Große Herausforderungen - Stipendien, Fertigstellung der Schule, evtl. Lehrergehälter (60 USD/Monat), Berufsausbildung als Vorbereitung für die Zeit nach der Schule u.s.w. - liegen 2017 vor uns, aber gemeinsam durch unsere Arbeit und den Lauf der Schule werden wir wieder große Fortschritte erreichen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen.

 

DER FREUNDESKREIS NICARAGUA / VIVA LA VIDA

Peter + Nora Albrecht. Bernhard Beisker, Bernd W. Freytag, Marisabel Fiedler-Freytag