Schulprogramm der Friedrich Junge-Schule

Stand 7. 11.2011

 

 

Vorbemerkung

 

Unser erstes Schulprogramm wurde am 9. Januar 2001 verabschiedet und am 7. Juni 2004 überarbeitet. Nach der Umwandlung von einer Realschule zu einer Gemeinschaftsschule im August 2009 wird heute eine Neufassung des Schulprogramms vorgelegt, die den Entwicklungen der vergangenen Jahre Rechnung trägt und Ausblick auf gesteckte Ziele ermöglicht. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte haben gemeinsam das neue Schulprogramm erarbeitet.

 

Dieses Schulprogramm ist im Baustein-Prinzip gestaltet. Die Themen der Gliederung werden durch grundsätzliche Ausführungen eingeleitet; es folgen Bausteine, die Teilaspekte beschreiben und gleichzeitig Informationen zur Umsetzung enthalten. Sie bilden den Hauptteil des Textes. Das Baustein-Prinzip zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus. Evaluation und Erweiterung sind mit geringem Aufwand möglich.

 

In elektronischer Form sind Präambel, Gliederung und Grundsätze als Fließtext zu lesen; die Bausteine können per Mausklick geöffnet werden.

 

Die Bausteine des Schulprogramms werden kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. Im Rhythmus von zwei Jahren wird das Gremium „Überarbeitung des Schulprogramms“ jeweils im ersten Quartal zusammentreffen, den Stand der Entwicklung unter Einbeziehung der Lehrerkonferenz, dem Schulelternbeirat und der Schülervertretung evaluieren und der Schulkonferenz zur Beschlussfassung vorlegen. Entscheidungen, die der Zustimmung der Schulkonferenz bedürfen, werden ggf. auch zwischen den Evaluationsterminen auf formal korrektem Weg getroffen.

   

  

Präambel

 

Der Name des Reformpädagogen Friedrich Junge steht für ganzheitliches Lernen, ökologisches Denken und Erziehung zur Nachhaltigkeit. Auf diesen Prinzipien basiert die pädagogische Arbeit unserer Schule, die offen für alle Kinder ist.

 

In Zeiten zunehmender Globalisierung erfordert unsere Gesellschaft Menschen, die bereit und fähig sind, sich Veränderungen zu stellen und flexibel darauf zu reagieren, und die als gefestigte Persönlichkeiten nicht den Halt im Strudel des stetigen Wandels verlieren. Wir schaffen die organisatorischen und unterrichtlichen Voraussetzungen dafür, dass vermehrt höhere Bildungsabschlüsse erzielt werden. Durch geeignete Formen des Lehrens und Lernens, insbesondere durch längeres gemeinsames Lernen, streben wir an, dass alle Schülerinnen und Schüler den für sie optimalen Bildungsabschluss erreichen und bestmöglich auf die Berufs- und Arbeitswelt bzw. auf die gymnasiale Oberstufe vorbereitet werden.

 

Leistung und Anstrengung sowie Freude und Entspannung sind zwei Seiten einer Medaille. Durch Rhythmisierung des Unterrichtsvormittags, durch vielfältige Angebote in der Offenen Ganztagsschule sowie durch zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Sozialkompetenz soll die Schule zu einem attraktiven, gemeinsam gestalteten Lebensraum werden. Spitzenleistungen werden ebenso wie der Grad des Lernzuwachses und herausragender sozialer Einsatz ausgezeichnet.

 

„Nachhaltige Entwicklung“ und „Medienkompetenz“ sind seit jeher Bestandteil unseres Schulprofils. Schülerinnen und Schüler entwickeln Kenntnisse, Einstellungen und persönliche Handlungsstrategien in diesen wichtigen globalen Themen und werden sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir begleiten und unterstützen die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden. Durch Partizipation in der Ausgestaltung ihrer Schulzeit sowie durch kontinuierliche Sucht- und Gewaltprävention entwickeln sich Persönlichkeiten, die in der Lage sind unsere Gesellschaft mitzugestalten und sich sozial zu engagieren.

  

 

Lernen und Unterricht

 

Lernen ist etwas Wunderbares – ein Leben lang!

Wir alle haben Freude daran, stets unser Bestes zu geben.

 

Lehrerinnen und Lehrer haben bei der Gestaltung ihres Unterrichts jeden Einzelnen im Blick. Je nach Bedarf bieten sie Unterstützung oder stellen anspruchsvolle Aufgaben.

 

Schülerinnen und Schüler haben Interesse und Spaß daran, ihren Mitschülern und Lehrkräften immer wieder zu zeigen, was sie schon alles können und wissen und was noch in ihnen steckt. Damit spornen sie einander beim Lernen an und werden immer besser. Fehler gehören zum Lernen und Heranwachsen, und Irren ist menschlich. Stark ist nicht, der keine Fehler macht, sondern der aus ihnen lernt.

 

Guter Unterricht und Freude am Lernen sind die Grundsteine für unseren gemeinsamen Erfolg.

 

 

Leben in der Schulgemeinschaft

 

In unserer Schule steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir gehen offen und ehrlich miteinander um. Fairness, Toleranz und Respekt werden groß geschrieben.

 

In unserer Schule lernen und arbeiten viele Menschen miteinander. Damit wir die Stimmen und Sichtweisen aller Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer zu einer einzigen Stimme, einem gemeinsamen Ziel vereinen können, haben wir uns auf Regeln in der Schul- und Hausordnung verständigt. Sie enthalten Rechte und Pflichten, an denen wir uns orientieren und die uns allen das Lernen und Arbeiten erleichtern sollen. Diese Regeln sind bindend und gelten für uns alle.

 

Sie sind eingebettet in demokratische Strukturen und ein humanistisches Wertesystem, innerhalb derer sich der Einzelne als bedeutsam für die Gemeinschaft erlebt und sich die Heranwachsenden ihrer Vorbildfunktion für die Jüngeren bewusst werden.

 

Konflikte lassen sich nicht vermeiden, wo viele Menschen zusammen arbeiten. Wir bleiben fair, wenn wir uns streiten und vertiefen das gegenseitige Verständnis, wenn wir uns wieder vertragen. Beleidigungen, Beschimpfungen und körperliche Auseinandersetzungen sind tabu. Wir sagen nein zu jeder Art von Gewalt.

 

 

Verantwortung übernehmen

 

Nur gemeinsam schaffen wir eine gute Schule.

 

Wir erleben die Vielfalt der Ideen und Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern als Reichtum, den es zu erschließen gilt. Dies gelingt durch kontinuierliche Partizipation aller Beteiligten an der Gestaltung des Schullebens, durch eine aktive Schülervertretung und eine Elternvertretung, die sich zum Wohle der Kinder engagiert.

 

Gemeinsam tragen wir die Verantwortung für die gesunde Entwicklung der jungen Persönlichkeiten und zeigen ihnen Wege zu einem selbstbestimmten Leben ohne Sucht und Gewalt auf.

 

Gemeinsam tragen wir die Verantwortung für die Erhaltung einer lebenswerten Welt. Wir wissen, dass uns dies nur gelingen wird, wenn wir die Natur und unsere Umwelt schützen und das Prinzip der Nachhaltigkeit auf alle Lebensbereiche übertragen.

 

 

 

 

Beschlossen auf der Schulkonferenz vom 07. November 2011

Sabina Cambeis, Schulleiterin