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Die Friedrich-Junge-Realschule hat sich um den Titel einer
Umweltschule/Internationale Agenda 21 - Schule beworben.
Nachfolgend das Bewerbungsschreiben:



Bernd Freytag
Schulbeauftragter für NU
an der Friedrich-Junge-Realschule
Großhansdorf
Sieker Landstr. 203
22927 Großhansdorf

                                                                                                15. Juni 2006

 

Bewerbung: Umweltschule/Internationale Agenda 21-Schule

 

 Thema 1: Bewertung von Nachhaltigkeit
 
An unserer Schule wird seit etwa 10 Jahren durch die Kollegin Delfs (Fachleitung Biologie) erfolgreich die Korkkampagne für den Kranichschutz betrieben.
Der Sammelkorb befindet sich im Eingangsbereich der Schule und wird sogar aus den Wohnungen der Nachbarschaft befüllt.
Ebenfalls im Eingangsbereich der Schule befindet sich ein Pappcontainer zum Sammeln von Druckerpatronen. Der Kollege Höfler zeichnet sich für diese Aktion verantwortlich.
Mit der Hilfe von Schülerinnen und Schülern befülle und verlade ich seit 5 Jahren je etwa 400 Schulranzen, die an unserer Schule abgegeben werden, für Kinder in Nicaragua. Die Schulranzen sind von Kindern, die  die Grundschule abgeschlossen haben. In die Taschen werden besonders gespendete Schreib- und Malgegenstände gepackt, damit Kinder in Nicaragua zur Schule gehen können. Die Taschen werden  in der Diözese Granada durch den Bischof Hombach verteilt.
***

Thema 2: Pflege des „Naturerlebnisbiotops Schulreservat Himmelshorst“  (2 ha) in Großhansdorf

Auf der 2ha großen Fläche, die eine teilweise verfüllte Kiesgrube ist, werden Schulgruppen und andere interessierte Gruppen auf verschiedene Art und Weise mit der Natur, besonders Wald und Wiese, vertraut gemacht. Auf dem Gelände ist eine Hütte, ein Unterstand und ein Erlebnispfad. Verschiedene Lebensräume kann man strukturell erkennen (Mauer, Magerrasen, Dachbegrünung, Knick, Redder, feuchte Wiese, Tümpel, Weiher, Wald)
Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses (WPK) „Biotoppflege“ betreuen unter meiner Anleitung das Schulreservat pflegerisch, damit eine Struktur erhalten bleibt.
Sie lernen mit dem Begriff Biotopmanagement umzugehen. Nicht zuletzt durch ihr praktisches Arbeiten sehen und erleben sie die Wirkungen auf die Natur. Zu den praktischen Arbeiten gehören: Wegepflege, Treppenbau, Zaunbau, kleine Fällarbeiten, Wiesenpflege, die Erhaltung der Hütte und der Informationseinrichtungen. Sehr technisch wird es, wenn sie Informationseinrichtungen planen und bauen. Um dies alles zu ermöglichen, sind kleine Gruppen gebildet.  Dort lernen sie besonders verantwortliches Handeln im Team.
Es ist üblich, dass die Schüler/innen ein kleines Referat anfertigen, in dem sie Begriffe und Lebewesen, die mit dem Schulreservat in Verbindung zu bringen sind, darstellen.
Besonders das praktische Arbeiten mit und in der Natur fördert den nachhaltigen Umgang mit ihr, so berichten mir die jungen Leute später.
 
Bernd Freytag
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