Das Schulreservat
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Freitag, 20. Mai 2005 - AHRENSBURGER ZEITUNG
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Ein Naturparadies wird 20
Bernd Freytag (56) und die Realschüler Sönke Nordmann (15, M.) und Steven Rothenburg (14)
montieren eine neue Tafel am Eingang zum Schulreservat. - Fotos: SULANKE |
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GROSSHANSDORFIm Schulreservat Himmelshorst heißt das Motto: Lernen von Flora und Fauna.
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Alexander Sulanke Großhansdorf
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„Der Akkuschrauber. Wo ist der Akkuschrauber? Gib mal den Akkuschrauber her!“, Bernd Freytag (56) sucht nach dem Werkzeug. Ein bißchen hektisch, voller Tatendrang. Seine Schüler umringen ihn. Einige von ihnen kommen nachmittags, in ihrer Freizeit, dorthin, wo es immer was zu tun gibt: ins Schulreservat Himmelshorst.. Das Steckenpferd des Lehrers und Naturschützers Freytag. Seit 20 Jahren betreut er ehrenamtlich das Gelände, das einmal eine Kiesgrube war.
Der Akkuschrauber ist da. Bernd Freytag macht sich ans Werk. Eine Holztafel, in die der Hoisdorfer „Schulreservat Himmelshorst“ geschnitzt hat, soll an zwei Pfosten befestigt werden. „Unser neues Schild für den Eingang", sagt Freytag, Während er schraubt und die Friedrich-Junge-Realschüler Sönke Michael Nordmann (15) und Steven Rothenburg (14) die Tafel stützen. Zum 20. Geburtstag putzt sich das Reservat fein heraus.
Zu tun gibt es hier Rande der Gemeinde immer genug. Lisa Festersen und Julia Kahl (beide 12) aus Freytags sechster Klasse stutzen das Gras neben der Hütte,
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die als Unterstand und als Werkzeugschuppen dient. Einen Rasenmäher dürfen die Mädchen dafür nicht nehmen. „Die beiden spielen Ziege", sagt Bernd Freytag und lacht gut gelaunt. „Hier wächst nämlich wertvolle• Minze.“ Er zupft, ein Blatt und hält es dem Besucher unter die Nase. So müssen die Schülerinnen sorgfältig um die Minzepflanzen herum jäten. Alle Schüler haben eines gemeinsam: Wenn sie in der neunten Klasse sind, wollen sie mit dem Lehrer für die Pflege des zwei Hektar großen Areals verantwortlich sein. Das ist die Aufgabe des Kurses „Biotoppflege", den der Lehrer jedes Jahr anbietet. Die Nachfrage ist groß.
Doch nicht für sie ist das Schulreservat, sie halten es nur in Schuß. Immer donnerstags, wenn Bernd Nreytag nach der zweiten Stunde unterrichtsfrei hat, kornmen Schulklassen aus der ganzen Region und aus Hamburg, um ih „offenen Klassenzimmer", wie Freytag es nennt, Natur hautnah zu erleben. Sie können Schmetterlinge, Libellen, Schnecken, Heuschrecken beobachten, sie können sehen, daß Farne und Moose nur im Schatten wachsen.
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Sie lernen die Namen der Bäume.„Ich bin stolz, daß Kinder sich hier noch nie etwas aufschreiben mußten", sagt der 56jährige. „Sie haben einfach dieses Gefühl mit nach Hause genommen, mal draußen gewesen zu sein. Sie haben erfahren, daß in der Natur irgendwie alles zusantmengehört.
" Dann bemüht der Lehrer einen Spruch, den er selbst für abgedroschen, aber dennoch zutreffend hält: „Wir können nur schützen, was wir kennen."Seit fast auf dem Tag genau 20 Jahren betreut er das Gelände nun. Am 11. Mai 1985 hatte die Gemeinde die Kiesgrube an die Großhansdorfer Schulen übergeben. Gestern hat Bernd Freytag mit 40 Gästen angestoßen, darunter Kreispräsidentin Christa Zeuke (68), der Bundestagsabgeordnete Carl-Eduard von Bismarck (44 CDU) und Bürgermeister Janhinnerk Voß (40). Nun sucht er noch Mitstreiter jener ersten Arbeitsgemeinschaft, die ihm beim Aufbau des Reservats geholfen haben. Mit ihnen will er ein Bierchen im Grünen trinken.
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Lisa Festersen (12, L) und Julia Kahl (12) rupfen Gras. Mähen können die Mädchen an dieser Stelle nicht, denn die Minzepflanzen sollen unbedingt erhalten bleiben.
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Julia Patricia Bergmann (12) bringt Grasschnitt und Unkraut zum Komposthaufen.
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| Hamburger Abendblatt 20. September 2006 |
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Ahrensburger MARKT 23. Sept. 2006

| Hamburger Abendblatt 28. Juni 2007 |
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| Ahrensburger Markt 6. Oktober 2007 |
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| Ahrensburger Markt 14. Mai 2008 |
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