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Zusammenarbeit von Eltern und Schule

Wissenswertes

 


 

Gute Eltern machen Schule

(© Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein)

 

Ergebnisse eines Arbeitstreffens zur „Zukunft der Elternarbeit"

An vielen allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Schleswig-Holstein leisten die Elternvertretungen hervorragende Arbeit. Sie sind mitverantwortlich für ein gutes Lernklima. Sie sind die Kommunikationspartner zwischen Eltern und Lehrerkollegium beziehungsweise Schulleitung. Sie tragen durch ihr Engagement wesentlich zur Qualität von Unterricht und Schule bei. § 99 Abs. 2 des Schleswig-Holsteinischen Schulgesetzes regelt die Elternbeteiligung, die an allen Schulen selbstverständlich ist.

Dennoch gibt es Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Anregungen, auch das Bedürfnis nach wechselseitigem Austausch.

Das Bildungsministerium hat deshalb ein Arbeitstreffen zur „Zukunft der Elternarbeit" veranstaltet, um die ehrenamtliche Elternarbeit weiter zu stärken. Vertreterinnen und Vertreter der fünf Landeselternbeiräte, der obersten Schulaufsicht, der Schulrätekonferenz, des Hauptpersonalrates Lehrkräfte sowie des Schulleiterverbandes haben sich über die Prinzipien von erfolgreicher Elternarbeit verständigt: über die Notwendigkeit zur Kommunikation und zur Transparenz, zur Verabredung gemeinsamer Ziele, Normen und Regeln, zu gegenseitiger Achtung und Respekt sowie über Wege, um möglichst viele Eltern zu beteiligen.
 

Natürlich können Form und Umfang des Elternengagements nicht standardisiert werden. Sie hängen erheblich von den Möglichkeiten und Notwendigkeiten vor Ort ab, aber auch von der Phantasie und von den Erfahrungen der Handelnden. Deshalb haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitstreffens auch dafür ausgesprochen, die Elternvertretungen anhand von guten Beispielen zu stärken (siehe rechts). Sie wollen auf diese Weise sicherstellen, dass landauf, landab das Motto gilt: „Gute Eltern machen Schule".

Eltern setzen Ziele

Die Landeselternbeiräte der Grund-, Haupt- und Sonderschulen sowie der Realschulen haben für

„Schule aktuell" beispielhaft ihre Arbeit beschrieben und Ziele formuliert: „Der Landeselternbeirat Grund -, Haupt- und Sonderschulen hat sich bei den letzten Wahlen am 20. November 2004 neu konstituiert. Erfreulicherweise haben sich viele Eltern gerne zur Mitarbeit bereiterklärt, so dass wir kompetent und vollzählig unsere Arbeit sachlich und problemorientiert aufnehmen konnten.
Der neue Vorstand hat es sich zur Aufgabe gemacht, die zahlreichen Veränderungen in der Schullandschaft konstruktiv zu begleiten und mitzugestalten. Ebenso wollen wir mit bestmöglichem Informationsaustausch eine gute Transparenz herstellen, die es allen interessierten Eltern ermöglicht, sich in die

schulischen Belange positiv einzubringen.
Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen beteiligten Interessengruppen in gegenseitiger Wertschätzung. Für Anregungen, Kritik und Lob sind wir jederzeit dankbar."
„Der Landeselternbeirat der Realschulen in Schleswig-Holstein vertritt die Interessen der Eltern von 174 Realschulen in Schleswig-Holstein. Wir stehen für eine fachlich sinnvolle positive Weiterentwicklung der Schule und beteiligen uns an der kontinuierlichen Arbeit. Die Schule muss eine neue Lernkultur in einer Ganztagsschule als Lebensort entwickeln. Ein direkter Informationsaustausch mit dem Ministerium und ein gewichtiges Mitspracherecht bei der Entwicklung der Schulpolitik in Schleswig-Holstein erfolgt durch den Landeselternbeirat der Realschulen.

 
 

Wir forcieren die Arbeit für die Einhaltung und Verlässlichkeit der Stundentafel

  • Entwicklung der verlässlichen Schule
  • Ausbau eines verbindlichen Stundenplans
  • Schaffung weiterer Planstellen - Fortsetzung des Programms „Jede Stunde zählt"
  • Individualisierung des Lern- und des Lebensortes Schule
  • Ausbau und Umstrukturierung zu einer schulpädagogisch wertvollen Ganztagsschule

Alle Personen und Gremien, die in der Institution Schule involviert sind, müssen gemeinsam dieses Ziel verfolgen, dafür setzt sich der Landeselternbeirat der Realschulen in Schleswig-Holstein erfolgreich ein.

 

 
 

 
 
Beispiele für Eltern

Informationsaustausch
in der Schule:

  • Der/die Schulleiter/in lädt den Schulelternbeirat (SEB) monatlich zum Informationsaustausch ein.
  • Es finden zu bestimmten Themen Treffen von Arbeitsgruppen (Eltern, Schüler, Lehrkräfte) an der Schule statt.
  • Die Schule organisiert Elternsprechtage, Themenelternabende, auch mit externen Referenten, oder andere Informationsveranstal-tungen für Eltern in der Schule.
  • Elternvertreter/innen übernehmen auf Schulveranstaltungen Aufgaben (Begrüßung der Eltern und Schüler/innen durch den SEB am ersten Schultag und auf dem ersten Elternabend, bei Schulabschlussfeiern, Informationsveranstaltungen der Schule).
  • Die Schule veranstaltet einen „Tag der Offenen Tür" für Eltern: Eltern besuchen Schule und Unterricht.
  • Die Schule gibt regelmäßig eine „Schulzeitung"/ ein „Schul-Infoblatt" für Lehrkräfte, Eltern, Schüler/ innen heraus (Termine, Aktuelles).
  • Mindestens einmal im Halbjahr findet eine gemeinsame Sitzung der Schulleitung, der Schülervertretung und des „erweiterten" SEB (drei Vorstandsmitglieder und drei Beisitzer) statt.
  • Eine Arbeitsgruppe Eltern-Lehrer-Kommunikation trifft sich unter Einbeziehung der Schulleitung ca. alle sechs Wochen. In den 5. bis 7. Jahrgängen finden eigene Eltern-Lehrer-Treffen statt.
 
 

Weitere Formen der Zusammenarbeit

  • Die Eltern/der SEB unterstützen die schulische Öffentlichkeitsarbeit durch abgestimmte Beiträge für die Schüler-/Schulzeitung, durch gemeinsame Pressetermine mit der Schulleitung.
  • Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern und Schüler/innen arbeiten gemeinsam kontinuierlich am Schulprogramm.
  • Veranstaltungen und Projekte (Basare, Klassenfahrten) werden auch gemeinsam geplant und durchgeführt.
  • Die Schule und der SEB veranstalten (mit der Schülervertretung) gemeinsame Feste für Lehrkräfte, Eltern, Schüler/innen und „Freunde" der Schule: Valentinsball, „Lehrer-Eltern-Schüler-Stehparty" LESSY, „Come together party" (alle an Schule beteiligten Gruppen stellen sich vor, AGs, Schulprogrammausschuss SPASS).
  • Eltern fragen direkt nach und beteiligen sich aktiv am Schulleben.
     
  • Interessierte und kompetente Eltern arbeiten in der Schule mit, in der Mediothek, in Lesegruppen.
     
  • Eltern kommen in den Unterricht, stellen ihre Berufe vor und arbeiten in einem entsprechenden Projekt mit.
  • Der SEB hat einen eigenen Schaukasten/schwarzes Brett für Ankündigungen und ein eigenes Fach im Lehrerzimmer.
  • Der SEB lädt jährlich die Elternvertretungen der 4. Klassen (umliegende Grundschulen) ein, um in Abstimmung mit der Schulleitung über die Angebote der Schule und des SEB zu informieren („Nachwuchsgewinnung für den SEB").
 
  • Schulamt und Kreiselternbeirat (KEB) veranstalten gemeinsam einen jährlichen Informationsabend für Elternvertreter/innen.
  • Viele KEBe tagen alle zehn bis zwölf Wochen (abwechselnd in den Schulen des jeweiligen Kreises). Zum Teil wird auch der/die Schulleiter/in der jeweils gastgebenden Schule eingeladen, der/die so einen Einblick in die Arbeit des KEB erhält. Die jeweilige Schule stellt sich vor.
  • Die AG Junge Schulleiter/innen eines Kreises bietet jeweils eine Sitzung zum Thema „Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und Schulelternbeirat" an.
  • Mitglieder des KEB besuchen auf Einladung des Schulamtes Veranstaltungen wie das Forum Erziehungshilfe und geben die Informationen innerhalb der Elternschaft weiter.

     

Diese Beispiele sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit benannt worden und sollen als Anregungen dienen.

Schule Aktuell Februar 2005

 
 
 
 
 

Das Schulleben unserer Kinder aktiv mitgestalten

 
 
 
 
 
 
 
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